Checkliste für den Website Relaunch
Die meisten Probleme nach einem Relaunch entstehen nicht durch das neue Design, sondern durch vergessene Details. Diese Schritte gehören in jedes Projekt:
- Alle Seiten erfassen. Eine vollständige Liste der alten Website plus Daten aus Analytics – auch Seiten, die nicht im Menü stehen.
- Leistungsträger markieren. Welche Seiten werden gelesen, bringen Anfragen oder werden von Partnern verlinkt? Die werden besonders sorgfältig behandelt.
- Content-Audit durchführen. Behalten, verbessern, zusammenlegen oder streichen – für jede Seite eine klare Entscheidung.
- Weiterleitungsplan erstellen. Jede alte Adresse bekommt ein inhaltlich passendes Ziel, keine Sammelweiterleitung auf die Startseite.
- Formulare und Funktionen inventarisieren. Kontaktformulare, Downloads, Anmeldungen, Schnittstellen – alles, was heute läuft, muss danach wieder laufen.
- Barrierefreiheit von Anfang an einplanen. Beim Relaunch ist sie am günstigsten umzusetzen – mehr dazu unter Barrierefreie Website.
- Auf einer Testumgebung bauen, geschützt vor der Öffentlichkeit, bis alles abgenommen ist.
- Tracking vorbereiten. Analytics und Ziele laufen ab dem ersten Tag, damit ihr vorher und nachher vergleichen könnt.
- Nach dem Launch prüfen. Weiterleitungen testen, Formulare durchklicken, Fehlerseiten in den ersten Wochen im Blick behalten.
Behutsam oder radikal?
Nicht jeder Relaunch muss alles umwerfen. Bei einer bekannten Marke reicht manchmal ein behutsamer Relaunch mit einem starken neuen Moment – etwa einer Scroll-Animation, die das Produkt beim Scrollen entstehen lässt. Bei gewachsenen Websites braucht es dagegen oft eine echte Neustrukturierung. Welcher Weg passt, entscheiden die Daten aus der Analyse – nicht der Wunsch nach etwas Neuem um seiner selbst willen.
Beim Vienna City Marathon stand eine über Jahre gewachsene Website mit unübersichtlicher Navigation am Anfang. Nach UX-Analyse, Neustrukturierung und Design-Relaunch gab es weniger Supportanfragen und schnellere Anmeldungen. Bei der Naturakademie gehörten Redesign, Neuprogrammierung und ein eigener Webshop zum Relaunch – die Grundlage für eine Zusammenarbeit, die seit über vier Jahren wächst.
WordPress oder Astro?
Ein Relaunch ist der richtige Moment, die Technik zu hinterfragen. WordPress ist ideal, wenn eure Redaktion regelmäßig Inhalte pflegt und Funktionen wie Shop oder Mitgliederbereich braucht. Astro spielt seine Stärken bei Websites aus, die blitzschnell laden und kaum Angriffsfläche bieten sollen – unsere eigene Website ist damit gebaut. Welche Lösung zu euch passt, klären wir im Erstgespräch.